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Die Feuerbestattungen
In deutschen Großstädten sind heute mehr als die Hälfte aller Beisetzungen Feuerbestattungen. Die starke Zunahme der Feuerbestattung in den letzten Jahrzehnten hat ihren Grund zum einen in den deutlich höheren Kosten für eine Erdgrabstelle im Vergleich zum Urnengrab.
Andererseits spielen auch ästhetische und hygienische Überlegungen eine Rolle. Im Gegensatz zur Verwesung des Leichnams im Boden gilt die Verbrennung als sauber, etwa im Falle, dass der Verstorbene eine ansteckende Krankheit hatte. Auch ist die Schadstoffbelastung des Bodens nach der Verbrennung geringer, solange die Krematorien die Vorgaben einhalten.
Europa Die Rate der Feuerbestattungen nimmt zu, in Deutschland wächst die Rate der Feuerbestattungen pro Jahr jeweils etwa um 1% [1] Die Einäscherungsraten steigen in Europa an. (1997[2])
Großbritannien: 70 Prozent Dänemark: 65 Prozent Schweden: 60 Prozent Schweiz: 55 Prozent Niederlande: 47,8 Prozent Belgien: 29,5 Prozent Es werden auch zunehmend Einäscherungen in den Nachbarländern Deutschlands genutzt. Andererseits sind in den Nachbarländern andere Bestattungsarten möglich, die nach deutscher Gesetzgebung noch untersagt sind.
Die Feuerbestattung bedarf in Deutschland einer gesonderten Genehmigung. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Identität des Toten und an der Todesursache bestehen, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche (Exhumierung) nach der Verbrennung nicht mehr möglich ist. Daher erfolgt vor der Kremierung eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt oder Rechtsmediziner im Kühlraum des Krematoriums, in der Regel innerhalb von zwei Tagen.
Der Leichnam wird mitsamt dem Sarg in einem Krematorium verbrannt. Dabei werden nicht geschraubte Särge aus Holz verwendet. In einigen modernen Verbrennungsöfen ist es auch möglich Särge, die aus anderen brennbaren, umweltneutralen Stoffen (z.B. Pappe) bestehen, zu verwenden. Ein Schamottestein mit einer Nummer, der auf den Sarg oder zum Leichnam gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung der Asche. Die Öfen in einem Krematorium sind nicht dafür ausgelegt, mehr als einen Sarg gleichzeitig aufzunehmen.
Quelle Wikipedia.org
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